Am 22.10.2021 lud der Vorstand des Vereins „Alt Wimpfen“ seine Mitglieder zur Jahresmitgliederversammlung ins Vereinshaus im Burgviertel ein, zu deren Beginn zunächst der verstorbenen Mitglieder gedacht wurde. Neben einer Rückschau auf das vergangene Jahr, in dem der Verein wieder zahlreiche Projekte, wie beispielsweise den Begleitband zum Symposium und der Ausstellung „750 Jahre Gotik in Wimpfen“, einen neuen Internetauftritt unter www.alt-wimpfen.de und im Herbst die große Studienfahrt, verwirklichen konnte, gewährte der Vorsitzende Günther Haberhauer auch einen Ausblick auf die vielfältigen Aufgaben, die in den kommenden Monaten bewerkstelligt werden wollen. In den zurückliegenden Monaten hatte die Corona-Pandemie tiefgreifende Einschränkungen auf geplante Veranstaltungen und vor allem den Museumsbetrieb, die zur Folge hatten, dass das Kirchenhistorische Museum in der Pfalzkapelle das ganze Jahr über geschlossen bleiben musste. Aber die Zwangspause konnte für eine Überarbeitung des Museums genutzt werden, so dass wir nun der Wiedereröffnung im kommenden Jahr mit Freude entgegenblicken. Trotz der erheblichen Auswirkungen durch Corona auf den regulären Ablauf und zahlreicher Investitionen, konnte der Verein mit nur einem geringfügigen finanziellen Minus das Jahr beschließen.

Des Weiteren stand die Neuwahl des Vorstands auf dem Programm. Sowohl der Vorsitzende Günther Haberhauer als auch der stellvertretende Vorsitzende Rudolf Fischer sowie die Schatzmeisterin Elke Tanzer stellten sich zur Wiederwahl und wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Die bisherige Schriftführerin Irene Seidel stellte sich aus Altersgründen nicht wieder für das Amt zur Verfügung. Als ihr Nachfolger wurde Jürgen Haberhauer einstimmig zum neuen Schriftführer des Vereins „Alt Wimpfen“ gewählt.

Bürgermeister Claus Brechter, der die Wahl durchführte und zum letzten Mal in seinem Amt als Bürgermeister an einer Hauptversammlung des Vereins „Alt Wimpfen“ teilnahm, nutzte den Anlass, um auf die vergangenen 32 Jahre zurückzublicken. Über drei Jahrzehnte, die er und der Vorsitzende Günther Haberhauer konstruktiv und sehr erfolgreich nutzten, um gemeinsam das kulturelle Erbe und die Geschichte der Stadt zu bewahren und für die Allgemeinheit auf vielfältige Weise erlebbar zu machen. Daher freuen wir uns, dass diese Zusammenarbeit nicht mit dem wohlverdienten Ruhestand des Bürgermeisters endet, sondern er als tatkräftiges Mitglied dem Verein weiterhin erhalten bleibt.

Der nächste Vereinsstammtisch findet am 2.11.2021 um 19:00 Uhr im Vereinshaus im Burgviertel 23 unter den aktuellen Coronabestimmungen statt.

Pünktlich zum 80. Geburtstag unseres 1. Vorsitzenden Günther Haberhauer hat Bürgermeister Claus Brechter unter den aktuell gültigen Coronamaßnahmen in den Kursaal eingeladen. In diesem Rahmen fand am 16. Juli 2021 die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande durch Frau Ministerin Nicole Razavi MdL statt. Das dadurch gewürdigte langjährige und unermüdliche Engagement unseres Vorsitzenden für die Pflege der Geschichte unserer Stadt und den Erhalt unserer Kunst-Denkmäler macht uns nicht nur stolz, es ist gleichzeitig auch Vorbild und Ansporn, gemeinsam in Zukunft diese Arbeit fortzusetzen. Denn diese Aufgabe erfordert die Mitarbeit von uns allen. Es gibt noch viel zu tun!

In seiner Dankesrede machte unser Vorsitzender klar, dass große Auszeichnungen einzelner die Mitarbeit vieler bedürfen. Und so vergaß er nicht, Wegbegleitern, wie seinem früheren Lehrer und ehemaligen Vorsitzenden des Vereins „Alt Wimpfen“, Dr. Bührlen, zu danken, die Unterstützung von Freunden und Mitgliedern zu honorieren, die stets da sind, wenn es etwas zu tun gibt, und nicht zuletzt die jahrzehntelange Unterstützung seiner Frau Sybille Haberhauer hervorzuheben, die selbst 2016 mit der Ehrenmedaille der Stadt Bad Wimpfen für ihre langjährige ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet wurde

Gotik Cover kleinDurch Zufall war unser 1. Vorsitzender Günther Haberhauer bei Recherchen zur „Chronik der Stadt“ über ein Datum gestolpert, das den Beginn des Umbaus der alten romanischen Kirche im Tal durch einen französischen Baumeister im Stil der Gotik markierte. Grund genug, einen intensiveren Blick auf die Geschichte unserer Stadt zu werfen, und insbesondere den Menschen die Gotik näherzubringen. Aus diesem Anlass veranstaltete der Verein in Zusammenarbeit mit der Stadt vom 8. September bis 3. November 2019 eine Ausstellung im Kreuzgang der ehemaligen Ritterstiftskirche im Tal, verbunden mit einem Symposium, an dem namhafte Kunsthistoriker aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz rund um das Thema informierten.

Wir freuen uns nun, druckfrisch den Band „750 Jahre Gotik in Wimpfen“ in Händen halten zu dürfen, der die Beiträge des Symposiums und darüber hinaus zwei weitere Aufsätze umfasst. Dieses Buch stellt nun vorerst den Schlusspunkt einer gelungenen Veranstaltung dar, an die sich alle Beteiligten immer noch gerne zurückerinnern. Und es zeigt uns nicht nur, dass sich die viele Arbeit, die in die Umsetzung gesteckt wurde, am Ende gelohnt hat, sondern auch, dass wir in unserer Stadt viele bedeutende Bauwerke haben, die eine genauere Beachtung verdienen.

Weitere Informationen zu „750 Jahre Gotik in Wimpfen“ finden Sie unter Publikationen.